Smart Meter: Die großen Vorteile für Ihren Energieverbrauch entdecken

In einer digitalisierten Welt muss auch die Energiewende digital werden. Smart Meter sind hier Teil der Lösung, indem sie Verbrauchsdaten messen und selbst übermitteln.

7. November 2025

Ein moderner Schaltschrank mit mehreren Smart Metern.

Einführung in Smart Meter

Häufig begegnet uns mittlerweile der Begriff Smart Meter im Alltag. Doch was ist das eigentlich? Zu Deutsch sprechen wir dabei von einem intelligenten Messsystem. Es handelt sich also um einen Zähler, beispielsweise um einen Stromzähler, und misst den Verbrauch in Echtzeit. Besonderheit: Ein Smart Meter übermittelt die Zählerstände selbstständig an den Messstellenbetreiber. Das jährliche Ablesen durch Privatpersonen entfällt also. In diesem Artikel liegt der Fokus auf intelligenten Stromzählern.

Private Haushalte profitieren von einem intelligenten Messsystem in der Form, da sie ihre Verbräuche einsehen und beispielsweise ihren Stromverbrauch optimieren und damit Geld sparen können. Denn Stromsparen bedeutet auch den Geldbeutel zu schonen. Zusätzlich sind Smart Meter ein essenzieller Bestandteil, um die Energiewende und die Stromversorgung im Allgemeinen zu digitalisieren. Denn dadurch kann das Stromnetz effizient gesteuert werden.

Die hohen Anforderungen an den Datenschutz in Deutschland gewährleisten, dass die Technologie zur Übertragung hinter intelligenten Messsystem sicher, aber auch effizient ist. Somit sind die Daten aller Verbraucherinnen und Verbraucher geschützt.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen genauer, was Smart Meters sind und welche Vorteile sie bieten, was es mit dem Smart Meter Rollout auf sich hat, welche Kosten damit verbunden sind sowie weitere wichtige Informationen.

Häufig gestellte Fragen

In diesem Artikel behandeln wir die wichtigsten Fragen rund um Smart Meter. Damit wollen wir Verständnis und eine breite Akzeptanz für Smart Meter fördern sowie zur Transparenz zu dem Thema beitragen. Ebenfalls ist es uns ein Anliegen, Sie zu befähigen, bei diesem wichtigen Thema mitzusprechen und selbst handeln zu können.

Wir behandeln unter anderem folgende Fragen:

  • Was sind Smart Meter?
  • Welche Vorteile bieten Smart Meter für unser Stromnetz und für private Haushalte?
  • Was sind die verbundenen Kosten mit einem Smart Meter?
  • Was ist der Smart Meter Rollout? Ab welchem Energieverbrauch sind Smart Meter verpflichtend einzubauen?

Sollten Fragen bei Ihnen entstehen, die hier nicht geklärt werden, wenden Sie sich gerne an uns unter info@dannenberg-energy.de. Ansonsten stehen Ihnen auch Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und die Bundesnetzagentur bei Fragen zur Verfügung.

Was sind Smart Meter?

Unterschied digitales vs. intelligentes Messsystem

Smart Meter (Intelligente Messsysteme) sind ein wichtiger Bestandteil der Digitalisierung der Energiewende. Sie helfen dabei, dass das Stromnetz effizienter gesteuert wird und ermöglichen Ihnen als private Verbraucher, den Energieverbrauch optimal anzupassen.

schwarze analoge Zähler in einem Keller
Ansicht analoger Zähler in einem Keller

Bei intelligenten Messsystemen handelt es sich um nichts anderes als digitale Stromzähler, auch bekannt als moderne Messeinrichtung, die aber aus der Ferne ablesbar sind. Eine moderne Messeinrichtung ist mittlerweile Standard und hat zum größten Teil die alten analogen Zähler abgelöst. Sie erkennen ein modernes Messsystem daran, dass es eine digitale Anzeige aufweist und nicht länger sich drehende Walzen mit Zahlen darauf.

Um ein Smart Meter zu erhalten, wird die moderne Messeinrichtung um eine Kommunikationseinheit und ein Smart Meter Gateway erweitert, das die Übermittlung der Daten ermöglicht. Dadurch wird der Zähler intelligent.

Aufbau und Funktionsweise eines Smart Meters

Wie jeder digitaler Stromzähler, misst ein intelligentes Messsystem den Energieverbrauch in Echtzeit. Dabei ist es egal, ob es den Stromverbrauch misst, oder den produzierten Strom einer Photovoltaik Anlage.

Als Besonderheit kommt beim Smart Meter hinzu, dass die Verbrauchswerte in regelmäßigen Zeitintervallen (im Regelfall alle 15 Minuten) automatisch an den Messstellenbetreiber übermittelt werden. Das passiert mittels des sogenannten Smart Meter Gateways. Das Smart Meter Gateway ist ein Kommunikationsmodul, das die Kommunikation zwischen Zähler und Messstellenbetreiber ermöglicht.

Das Smart Meter Gateway

Was ist das Smart Meter Gateway?

Das Smart Meter Gateway (SMGW) ist der Teil, der einen Zähler überhaupt erst intelligent macht. Es ist also einer der wichtigsten Bestandteile von intelligenten Messeinrichtungen. Es ermöglicht die direkte und automatische Kommunikation zwischen dem Stromzähler und dem Messstellenbetreiber (MSB) und übermittelt die Verbrauchswerte im 15-Minuten-Takt an den zuständigen MSB. Es dient somit als Kommunikationsmodul. Die Übermittlung ist sicher und geschützt, damit keine Unbefugten Zugriff auf Ihre Verbrauchsdaten erlangen. Hierfür hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Anforderungen erarbeitet, die in Entwicklung, Betrieb und Administration eingehalten werden müssen.

Funktionsweise Smart Meter Gateway

Hier ist wichtig zu berücksichtigen, dass es sich bei einem SMGW nicht um eine kluge Steuereinheit des Zählers handelt, die selbst denkt und agiert. Das wäre auch gar nicht der Anspruch, da ein Zähler geeicht, zuverlässig und ohne manipuliert werden zu können die Leistung oder den Verbrauch messen soll. Vielmehr handelt es sich um ein Kommunikationsmodul, das eine Übertragung an den Messstellenbetreiber ermöglicht. Die moderne Messeinrichtung lernt somit also zu sprechen und muss nicht mehr manuell abgelesen werden – sie wird ein intelligentes Messsystem.

Vorteile Smart Meter Gateway

Der Vorteil ist, dass eine solche intelligente und damit fernauslesbare Messeinrichtung nicht nur Ihnen zugute kommt, indem Sie Ihren Stromverbrauch in Echtzeit einsehen und beeinflussen können, sondern auch dem Netzbetreiber oder Ihrem Stromversorger. Der Netzbetreiber kann die Energiewende und Energieversorgung dadurch digitalisieren sowie effizienter gestalten. Ein Stromversorger wiederum kann Ihnen neue Tarife anbieten, die für Sie kostengünstiger sein können.

Im Video des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wird Ihnen alles rund um intelligente Messsysteme, Smart Meter Gateways und deren Vorteile und Nutzen dargestellt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Umsetzung eines Smart Meters

Parteien und Anforderungen in der Umsetzung

Um ein intelligentes Messsystem einzubauen, sind verschiedene Prozesse und Parteien nötig. Dieser Prozess kann komplex sein, er wird aber im Regelfall von Ihrem Messstellenbetreiber und dem zuständigen Verteilnetzbetreiber abgewickelt. Privatpersonen sind grundsätzlich nur am Anfang und beim Wechsel selbst involviert.

Es ist wichtig, dass intelligente Messsysteme im großen Stil bei Verbraucherinnen und Verbrauchern eingebaut werden, um den steigenden Anforderungen der Privatpersonen, Unternehmen und des Gewerbes selbst gerecht zu werden, aber auch, um denen an die Netze zu entsprechen.

Anforderungen von Privatpersonen, Unternehmen und Gewerbe können sein:

  • Einsicht in den Stromverbrauch und damit aktive Einflussnahme darauf
  • Kostenreduktion
  • Verringerung der CO2-Emissionen

Anforderungen der Netze können sein:

  • Regulierung und Steuerung der Einspeisung ins Netz
  • Verbessertes Management der Verbräuche

Digitalisierung und Smart Grid

Schritte in der Umsetzung

In der Tabelle haben wir Ihnen die Schritte eines Zählerwechsels dargelegt. Die Punkte, in denen Sie als Privatperson involviert sind, haben wir markiert.


Schritt Tätigkeit Verantwortliche Partei
1 Entscheidung, ein intelligentes Messsystem einzubauen, wird getroffen Messstellenbetreiber (sofern gesetzliche Anforderungen erfüllt), Privatpersonen (Zählerwechsel auf Kundenwunsch)
2 ggf. Entscheidung für einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber Privatpersonen
3 Übermittlung Zählernummer, Messlokation und Marktlokation an Messstellenbetreiber Privatpersonen
4 Anmeldung Zählerwechsel Messstellenbetreiber
5 Systemseitige Anpassungen Verteilnetzbetreiber
6 Zählerwechsel Messstellenbetreiber (Wechsel), Privatpersonen (Zugang zum Zähler)
7 Abwicklung des Wechsel-im-Messwesen-Prozess Messstellenbetreiber und Verteilnetzbetreiber
8 Bereitstellung der Zählerdaten Messstellenbetreiber

Von der digitalen zur intelligenten Messeinrichtung

Sollten Sie einen modernen Stromzähler zuhause haben, ist es vergleichsweise einfach möglich diesen auf einen intelligenten Zähler umzurüsten und das ohne Unterbrechung Ihrer Versorgung. Sprechen Sie dafür am besten mir Ihrem zuständigen Messstellenbetreiber.

Übermittlung der Verbrauchsdaten von intelligenten Messsystemen

Daten und Sicherheit

Eine Übermittlung der Daten passiert natürlich unter den höchsten Sicherheitsanforderungen und deren Gewährleistung stellt einen der wichtigsten Aspekte beim Rollout von Smart Metern dar. Damit Ihre Daten geschützt beim jeweiligen Messstellenbetreiber ankommen, ohne, dass Fremde darauf Zugriff erhalten, werden diese verschlüsselt übermittelt. Dafür hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Anforderungen erarbeitet, die in Entwicklung, Betrieb und Administration eingehalten werden müssen. Eine Übermittlung der Verbrauchswerte kann entweder über LAN oder mittels Mobilfunk abgebildet werden und findet im sogenannten M-Bus-Format (Meter-Bus) statt.

Einsicht in Ihre Verbrauchswerte

Für Privatpersonen und ihre gewerbliche Kundschaft bieten Messstellenbetreiber meist Plattformen an, auf denen man den aktuellen Verbrauch einsehen und die Daten in historischer Form herunterladen kann. Die Daten können dann in einem Smart Home System verwendet werden.

Zusätzlich übermittelt der Messstellenbetreiber die Verbrauchsdaten bzw. Ihren Jahresstromverbrauch an die Stromlieferanten. Dadurch kann Ihr Stromanbieter Ihre Stromrechnung bequem ohne langes Warten erstellen. Die Daten werden aber auch an die Netzbetreiber übermittelt, damit sie in ihrem Stromnetz Optimierungen umsetzen können, wie eine effiziente Steuerung der Produktion und des Verbrauchs.

Vorteile von intelligenten Messsystemen

Vorteile im Überblick

  • Genaue, effiziente Messung des Stromverbrauchs aus der Ferne und sichere Übermittlung der Zählerstände – ganz bequem ohne manuelles Ablesen
  • Optimierung des Energieverbrauchs von Strom aus dem Netz oder aus der eigenen Photovoltaik Anlage von privaten Haushalten und damit Einsparung von Kosten
  • Möglichkeit der Nutzung von einem dynamischen Stromtarif für Stromverbraucher
  • Digitalisierung der Stromnetze und Prozesse der Netzbetreiber
  • Gewährleistung einer höheren Versorgungssicherheit im Netz
  • Ermöglichung eines intelligenten Stromnetzes (Smart Grid)

Vorteile von intelligenten Messsystemen für Stromverbraucherinnen und -verbraucher

Durch ein Smart Meter kann jeder private Haushalt profitieren, da er seinen Verbrauch optimieren und somit Geld sparen kann. Durch Apps können Verbraucherinnen und Verbraucher den aktuellen Verbrauch einsehen und gezielt steuern.

Außerdem müssen Sie Ihrem Messstellenbetreiber die Zählerstände nicht mehr manuell melden, da sie automatisch übermittelt werden. Sie können also bequem die Füße hochlegen, da das Gerät alle notwendigen Informationen übermittelt.

Dynamische Stromtarife

Ein intelligentes Messsystem ermöglicht es Ihnen einen dynamischen Stromtarif bei Ihrem Stromversorger abzuschließen, der sich zum Beispiel am europäischen Strom-Marktpreis orientiert und somit (im Tagesverlauf) schwankt. Schwankungen kommen beispielsweise durch eine erhöhte Stromproduktion durch Erneuerbare Energien zustande.

Häufig können Sie schon am Vortag die Prognosen einsehen, wann der Strom welchen Preis haben wird. Das ermöglicht es Ihnen beispielsweise gezielt Geräte in Betrieb zu nehmen, Ihr E-Auto zu laden oder genau das Gegenteil zu tun – alle Geräte ausgeschaltet zu lassen, weil der Strompreis vergleichsweise hoch ist. Sie werden also dazu motiviert, Ihr Verbrauchsverhalten zu hinterfragen und zu optimieren. Dadurch schonen Sie Ihren Geldbeutel und unterstützen die Stabilität der Netze.

Hierbei sollten Sie immer die Bedingungen Ihres Tarifs beachten, da jeder Stromversorger unterschiedliche dynamische Modelle anbietet.

Intelligente Messsysteme, Energieeffizienz und Smart Home

Wenn Sie eine PV-Anlage besitzen und diese mit Ihren Geräten in einem Energiemanagement-System integriert haben, machen Smart Meter die Steuerung Ihrer PV-Anlage und vor allem der Verbraucher in Ihrem Haus möglich. Dadurch können Sie den Verbrauch Ihres erzeugten Stroms optimieren und somit den Stromverbrauch aus dem Netz reduzieren. Ein klarer Fall von Energieeffizienz! Das spart Geld ein und führt zu einer schnelleren Amortisation Ihrer Anlage.

Ansicht einer PV-Anlage mit 8 Modulen auf einem grauen Dach mit Bäumen im Hintergrund
Ansicht einer PV-Anlage auf einem Dach
Ladesäule in einer Parkgarage mit der Zahl 18 an der Wand zur linken Seite
Beispiel einer Ladesäule

Vorteile von intelligenten Messsystemen für Netzbetreiber

Smart Meters sind ein wichtiger Bestandteil, wenn es um Digitalisierung der Energiewende geht, da sie die effiziente Steuerung der Stromnetze ermöglichen. Dadurch können Netzbetreiber ihre Netze besser überwachen und Ihre Kapazitäten optimieren. Zusätzlich stellen Smart Meter einen wichtigen Bestandteil dar, um sogenannte Smart Grids (intelligente Netze) zu ermöglichen. Diese können flexibel auf Schwankungen in Stromproduktion und -abnahme reagieren.

Anwendungsbereiche von Smart Meter

Was wird mit einer intelligenten Messeinrichtung gemessen?

Ein intelligentes Messsystem kann ganz allgemein neben der Strommessung auch dafür genutzt werden, um den Verbrauch von Gas, Wasser und Wärme zu messen. Wir fokussieren uns in diesem Artikel aber auf die Strommessung, da dies das Kerngebiet von uns, Dannenberg Energy GmbH, ist.

Wo wird gemessen?

Intelligente Messsysteme finden sowohl in privaten Haushalten, als auch in Gewerbe und der Industrie Anwendung. Denn überall ist es verpflichtend einerseits den Stromverbrauch beziehungsweise ebenso Wasser- oder gegebenenfalls Gasverbrauch zu messen. Aber auch die Überwachung und dadurch ermöglichte Steuerung des Stromverbrauchs gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Warum ist das Wissen über den eigenen Stromverbrauch wichtig?

Bei steigenden CO2-Preisen ist es insbesondere für Unternehmen und die Industrie wichtig, so wenig CO2 wie möglich zu generieren, um die Kosten zu reduzieren. Der CO2-Preis betrifft sie u.a. deshalb, weil unser Strommix in Deutschland immer noch einen wesentlichen Bestandteil an fossil produziertem Strom beinhaltet. Durch die Nutzung von Smart Metern wird zusätzlich der Anteil der Erneuerbaren Energien gefördert. Und in unserer modernen Welt benötigen nicht nur Maschinen Strom, sondern jede einzelne Person, die im Büro sitzt und beispielsweise einen Laptop nutzt.

Energiewende und Smart Meter

Luftansicht eines Wohngebiets mit einer PV-Anlage, die sich in der Installation befindet
Luftansicht eines Wohngebiets mit einer PV-Anlage, die sich in der Installation befindet

Die Energiewende ist nicht nur wichtig, um die CO2-Emissionen zu reduzieren indem wir Erneuerbare Energien fördern. Dadurch können wir dem Klimawandel entgegenwirken.

Nein, die Energiewende ist insbesondere auch deshalb von großer Bedeutung, damit wir uns unabhängig von Energie-Importen aus dem Ausland machen. Das bedeutet zum Beispiel für Deutschland mehr Planungssicherheit und geringere Abhängigkeit von Preisschwankungen auf importierte Energieträger aus dem Ausland aufgrund politischer Konflikte oder ähnlichem. Im Umkehrschluss heißt das auch mehr Sicherheit für private Haushalte, da die Preise nicht so stark variieren werden.

Gleichzeitig stellt ein Netz, das auf Erneuerbaren basiert, eine größere technische Anforderung dar. Hier kommen Smart Meter ins Spiel, denn sie:

  • ermöglichen eine effiziente Steuerung der Stromnetze und damit auch die Regulierung von Einspeisung in und von Bezug aus dem Stromnetz.
  • legen den Grundstein für einen optimierten Energieverbrauch, indem live Einblick in die aktuellen Messdaten gewährleistet wird, auf die dann wiederum reagiert werden kann.
  • leisten einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende.

Smart Meter Rollout

Was ist der Smart Meter Rollout?

Der sogenannte Smart Meter Rollout, also die flächendeckende Ausstattung mit intelligenten Messsystemen, ist seit dem 01.01.2025 verpflichtend angelaufen, startete aber bereits in den Jahren zuvor. Er ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Energiewende und wird in Abstimmung zwischen den Netzbetreibern und den Messstellenbetreibern umgesetzt. Durch den Einsatz von Smart Metern wird ein Beitrag zur Effizienz und Sicherheit des Stromnetzes geleistet, als auch eine Möglichkeit zur optimierten Anpassung des Energieverbrauchs gegeben.

Wer ist vom Rollout der Smart Meter betroffen?

Verpflichtend müssen nun seit dem 01.01.2025 intelligente Messsysteme (1) bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ab 6.000 kWh Stromverbrauch pro Jahr oder (2) bei Erzeugern mit mehr als 7 kW installierter Leistung von den zuständigen Messtellenbetreibern ausgestattet werden.

Liegt der Verbrauch unter 6.000 kWh oder die installierte Leistung unter 7 kW, können Smart Meter auf Wunsch und Anfrage hin installiert werden. Dies wird als “Zählerwechsel auf Kundenwunsch” beschrieben.

Kosten und Finanzierung

Beim verpflichtenden Smart Meter Rollout tragen die Kosten für den Einbau die Netzbetreiber und Messstellenbetreiber selbst. Allerdings fallen, wie auch beim digitalen Zähler, Kosten für den jährlichen Betrieb bzw. die Zählermiete an.

Diese jährlichen Kosten für ein intelligentes Messsystem sind gesetzlich dank des Messstellenbetriebsgesetzes geregelt und gedeckelt – sofern sie vom grundzuständigen Messstellenbetreiber den Zähler beziehen bzw. mieten. Weitere Informationen zu grundzuständigen und wettbewerblichen Messtellenbetreiber finden Sie weiter unten im Artikel unter “Messstellenbetreiber“.

Die aktuellen Kosten für Smart Meter können Sie auf der Website der Bundesnetzagentur einsehen. Im Jahr 2025 unterschieden sich die Kosten zwischen modernen Verbrauchseinrichtungen und intelligenten für Verbraucherinnen und Verbraucher ab 6.000 kWh wie folgt:


Zählertyp Kosten pro Jahr
moderne Messeinrichtung 25 €
Smart Meter 40 €

Die Finanzierung des Smart Meter Rollouts erfolgt durch eine Kombination von öffentlichen und privaten Mitteln. Dadurch wird gewährleistet, dass der Smart Meter Einbau nicht auf Kosten der Bevölkerung stattfindet. Lediglich die jährlichen Kosten steigen im geringen Maß an. Die Kosten für den Betrieb von einem Smart Meter sind daher gering, tragen aber zur Effizienz und Sicherheit der Netze bei.

Der Rollout ist notwendig, da die flächendeckende Ausstattung der Haushalte, Industrie und Gewerbe etc. einen wichtigen und essenziellen Schritt zur Digitalisierung der Energiewende darstellt.

Messstellenbetreiber

Einführung in Messstellenbetreiber

Messstellenbetreiber (MSBs) sind Unternehmen, die den Einbau und Betrieb von Zählern, darunter auch intelligenten Messsystemen, durchführen. Sie sind verantwortlich für die Installation und Wartung von Zählern, somit tragen sie auch für intelligente Messsysteme und moderne Stromzähler die Verantwortung. Darüber hinaus gehört es zum Umfang ihrer Pflichten, die Messdaten der Verbrauchseinrichtungen an den Netzbetreiber und den jeweiligen Stromlieferanten zu übermitteln.

Neben ihren täglichen Aufgaben im Messstellenbetrieb, die in einem eigenen Gesetz geregelt werden, dem Gesetz über Messstellenbetrieb und Datenkommunikation (MsbG), leisten die MSBs einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende und tragen zur Sicherheit der Stromnetze bei.

Unterscheidung gMSB und wMSB

Man unterscheidet zwischen grundzuständigen Messstellenbetreibern (gMSB) und wettbewerblichen Messstellenbetreibern (wMSB). Der Messstellenbetreiber, der die meisten Messeinrichtungen in einem Netzgebiet betreut, wird automatisch der gMSB. Dieser ist an die Kosten im MsbG gebunden und darf nur die dort vermerkten Preisobergrenzen (POGs) für den Betrieb der Messeinrichtungen in Rechnung stellen. Häufig handelt es sich bei gMSBs um Stadtwerke.

Der wMSB hingegen besitzt im entsprechenden Netzgebiet nicht die Mehrzahl der Zähler. Dafür hat er unter gewissen Umständen mehr Spielraum bei den Kosten der jeweiligen Messeinrichtung. Allzu viel allerdings auch wieder nicht, da er, wie der Name vermuten lässt, im Wettbewerb zu anderen Anbietern steht und deshalb den Preis für die eigene Leistung gering halten möchte.

Die Wahl des richtigen Messstellenbetreibers

Jede Person in Deutschland hat das Recht, den eigenen Messstellenbetreiber selbst zu wählen. Im Regelfall bleiben private Haushalte allerdings beim gMSB, da dieser am kostengünstigsten ist.

Sollten Sie allerdings bei der Versorgung mit Strom auf einen flexiblen Tarif wechseln, benötigen Sie ein intelligentes Messsystem. Wenn Sie in diesem Beispiel mehr als 6.000 kWh im Jahr verbrauchen, werden Sie von Ihrem gMSB mit einem Smart Meter ausgestattet. Ist Ihr Verbrauch aber geringer, kann es notwendig oder von Vorteil sein, auf einen wMSB zu wechseln. Dies ist im Einzelfall zu prüfen.

Ansicht eines Mehrfamilienhauses aus Backstein mit Balkonen vor blauem Himmel und mit einer grünen Wiese im Vordergrund
Ansicht eines Mehrfamilienhauses

Interessant: sollten Sie in einem Gebäude leben, in dem Mieterstrom angeboten wird, kann es sein, dass Sie dem Liegenschaftsmodell unterliegen. In diesem Fall können Sie sich Ihren MSB nicht aussuchen, müssen aber auch auf jeden Fall nur die im Gesetz festgelegte Preisobergrenze zahlen.

Herausforderungen und Risiken Smart Meter

Neben den vielen positiven Effekten und Vorteilen von einem intelligenten Stromzähler gibt es natürlich auch Herausforderungen und Risiken. Die Vorteile der Smart Meter überwiegen allerdings. Diese anspruchsvollen Anforderungen müssen sorgfältig bewertet und adressiert werden, damit alle betroffenen Parteien sicher sind und damit auch der Betrieb des Messsysteme.

Fehler bzw. Sicherheitslücken in der Informationstechnik

Für Privatpersonen besteht vor allem die Gefahr, dass die Sicherheit in der Informationstechnik nicht gewährleistet wird, wodurch Ihre Messdaten in Gefahr geraten können. Das kann zu einer geringeren Akzeptanz gegenüber einem intelligenten Messsystem reduzieren und damit die Geschwindigkeit und den Erfolg des Smart Meter Rollout verringern.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat hierfür klare Anforderungen entwickelt, die eingehalten werden müssen, um die Sicherheit in Entwicklung, Betrieb und Administration zu gewährleisten. Hierfür gibt es auch einen öffentlich einsehbaren Leitfaden mit Anforderungen, der auf der Website des Bundesamt für Sicherheit zugänglich ist. Ihre Daten sind also abgesichert.

Störungen

Des Weiteren ist es möglich, dass das Smart Meter Gateway für einen gewissen Zeitraum keinen Empfang hat, weil zum Beispiel die LAN- oder Mobilfunk-Verbindung zu lange ausgefallen ist. In diesem Fall haben weder Sie, noch der Messstellenbetreiber Zugriff auf die Live-Daten von Ihrem Zähler. Es muss eine Entstörung durch den Messstellenbetreiber erfolgen.

Keine Sorge! Die Zählerstände gehen deshalb nicht verloren. Sie können nach der Entstörung wieder eingesehen werden.

Systemanforderungen bei Netzbetreibern

Manche Netzbetreiber stellt die Betreuung der Smart Meter immer noch vor eine Herausforderung, da sie die Messsysteme in Ihrem eigenen System anlegen und verwalten müssen. Da es hierfür keine klaren Vorgaben gibt, setzt jeder Netzbetreiber dieses System unterschiedlich auf und auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Daraus ergibt sich die Möglichkeit, dass manche Verteilnetzbetreiber noch gar nicht in der Lage sind, ein intelligentes Messsystem systemseitig zu führen und zu betreuen. Ein Einbau von einem solchen Stromzähler ist damit nicht möglich.

Da der Smart Meter Rollout seit dem 01.01.2025 allerdings für alle Zähler mit Verbräuchen von mehr als 6.000 kWh und Erzeugungsanlagen mit mehr als 7 kW installierter Leistung verpflichtend ist, sind die Netzbetreiber angehalten, ihre Systeme so vorzubereiten, dass intelligente Messsysteme im großen Stil verbaut und auch betrieben werden können.

Zukunft der Smart Meter

Die Zukunft der Smart Meter sieht vielversprechend aus. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil, damit unser Stromnetz bedarfsgerecht gesteuert werden kann. Damit können Erneuerbare Energien in dem Maß genutzt werden, wie wir es für einen erfolgreichen Klimaschutz tun müssen. Intelligente Messsysteme spielen daher eine wichtige und essenzielle Rolle in der Förderung Erneuerbarer Energien und der Reduktion der CO2-Emissionen.

Zusätzlich führt kein Weg an der Digitalisierung der Energiewende vorbei. Hier sind Smart Meter unabdingbar, denn nur damit können wir durch Einhaltung der Sicherheit in der Informationstechnik den Anforderungen gerecht werden.

Des Weiteren werden intelligente Messsysteme stetig weiterentwickelt und verbessert. Das ermöglicht es nicht nur Netzbetreibern, das Stromnetz optimal zu betreiben, sondern auch Privatpersonen, ihren Stromverbrauch zu steuern und im besten Fall wirtschaftlicher zu gestalten.

Fazit und Ausblick

Luftansicht dreier Mehrfamilien-Häuserblocks in einer U-Anordnung mit einem begrünten Innenhof und grüner Umgebung
Luftansicht einer Anlage mit drei Mehrfamilienhäusern und Innenhof

Intelligente Messsysteme sind moderne Messeinrichtungen, die mit einem Smart Meter Gateway ausgestattet sind. Das Smart Meter Gateway ist ein Kommunikationsmodul, das eine moderne Messeinrichtung erweitert und die die Daten zum Verbrauch automatisch und sicher übermitteln- intelligente Messsysteme müssen daher nicht länger abgelesen werden. Die Übermittlung der Verbrauchsdaten der Stromzähler erfolgt unter Vorgaben des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die übermittelten Daten des Smart Meter sind durch Online-Portale in Echtzeit einsehbar.

Smart Meter werden in privaten Haushalten, der Industrie und im Gewerbe gleichermaßen verwendet, um Strom zu messen. Sie stellen einen wesentlichen Bestandteil dar, damit die Energiewende gelingen und die Stabilität der Netze gewährleistet werden kann.

Intelligente Messsysteme bieten viele verschiedene Vorteile für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Netzbetreiber – dazu zählen Genaue, effiziente Messung des Stromverbrauchs aus der Ferne, Optimierung des Energieverbrauchs von Strom aus dem Netz oder aus der eigenen Photovoltaik Anlage, Nutzung von einem dynamischen Stromtarif, Digitalisierung der Stromnetze, hohe Versorgungssicherheit, intelligente Netze (Smart Grid).

Smart Meter werden im Smart Meter Rollout verbaut, dieser ist für alle mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 kWh und Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 7 kW vorgeschrieben. Die Kosten sind durch die Preisobergrenze im Messtellenbetriebsgesetz gedeckelt, um Endverbraucherinnen und -verbraucher zu entlasten.

Messstellenbetreiber sind für den Betrieb der Messsysteme verantwortlich – sie kümmern sich um Installation, Betrieb und Wartung sowie ggf. Entstörung. Es gibt viele verschiedene Messstellenbetreiber, die Wahl des eigenen Messstellenbetreibers liegt unter Abwägung der Kosten und der Bedürfnisse bei jeder Person selbst.

Mit Smart Metern sind auch Risiken verbunden, wie Fehler bzw. Sicherheitslücken in der Informationstechnik, Störungen oder auch die Umsetzungsfähigkeit der Netzbetreiber selbst – die Vorteile überwiegen aber

Smart Meter sind in Zukunft aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und werden einen großen Beitrag zur Digitalisierung und Stabilität der Netze beitragen sowie zu Änderungen und Optimierungen im Verbrauchsverhalten.

Weiterführende Informationen