Berlin
Spezialvorhaben
Umsetzung 2026
Quartierslösung Friedenskirche Niederschönhausen
Eine denkmalgerechte Strom- und Nahwärmelösung für Kirche und Gemeindehaus – vollständig fossilfrei, intelligent vernetzt und förderfähig umgesetzt.
Rolle von Dannenberg Energy: Gesamtverantwortliche Konzeption, technische Planung und Generalunternehmer für Strom- und Nahwärmeinfrastruktur inklusive energetischer Sanierungsbegleitung.

- Standort: Berlin-Niederschönhausen
- Projekttyp(en): BHKW, Quartierslösung, Spezialvorhaben
- Technologien: BHKW, Photovoltaik, Wärmepumpe
- Anlagengröße: 20 kWp PV, 22 kW Wärmepumpe, 50 kW / 100 kWh Speicher, 6 kWel BHKW
Projektüberblick
Mit der Quartierslösung für die Friedenskirche Niederschönhausen entwickelt Dannenberg Energy ein integriertes Energieversorgungskonzept für zwei denkmalgeschützte Gebäude. Ziel ist die vollständige Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung bei gleichzeitiger Wahrung der historischen Bausubstanz.
Dannenberg Energy übernahm die ganzheitliche Systemkonzeption – von der Analyse des Bestands über die Entwicklung eines förderfähigen Gesamtkonzepts bis zur technischen Detailplanung. Das Projekt verbindet Photovoltaik, Speichertechnologie, Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe und ein intelligentes Energiemanagementsystem zu einem skalierbaren Quartiersmodell.
Die Lösung wurde in enger Abstimmung mit Energieberatern, Förderstellen und der Kirchengemeinde entwickelt und technisch sowie wirtschaftlich optimiert.

Ausgangssituation
Sowohl die Kirche als auch das Gemeindehaus verfügten bislang über getrennte, fossil basierte Energieversorgungssysteme ohne übergeordnete Systemintegration.
Die Kirche wurde über eine 100 kW Gas-Brennwerttherme beheizt. Drei dezentrale wasserbasierte Lüftungsanlagen verteilten die Wärme. Die Elektroinstallation war stark veraltet. Aufgrund der empfindlichen historischen Innenausstattung durfte die Temperatur nur sehr langsam erhöht werden – maximal 0,5 °C pro Stunde.
Das Gemeindehaus wies erheblichen energetischen Sanierungsbedarf auf. Alte Gas-Etagenheizungen, einfach verglaste Fenster, eine marode Dachunterspannbahn sowie eine veraltete Stromversorgung machten eine umfassende Modernisierung notwendig. Eine bestehende Solaranlage war nicht mehr funktionsfähig.
Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Für Dannenberg Energy bedeutete dies, technische Innovation mit denkmalrechtlichen Anforderungen präzise in Einklang zu bringen.

Projektziel
Ziel war die Entwicklung eines integrierten Strom- und Wärmekonzepts als Quartierslösung zur vollständigen Reduzierung der CO₂-Emissionen.
Dabei stand nicht der Austausch einzelner Komponenten im Fokus, sondern die Entwicklung einer intelligent vernetzten Gesamtarchitektur.
Dannenberg Energy entwickelte ein System, das:
- fossilfrei funktioniert
- wirtschaftlich tragfähig ist
- förderfähig umgesetzt werden kann
- denkmalgerecht integriert wird
- langfristige Betriebssicherheit gewährleistet
Technisches Konzept
Stromnetzanschluss
Ein gemeinsamer 250A-Stromnetzanschluss bildet die technische Grundlage. Dadurch können Stromerzeugung, Speicherung und Verbrauch erstmals gebäudeübergreifend optimiert werden.Photovoltaikanlage
Auf den Dachflächen wird eine 20 kWp Photovoltaikanlage mit SolarEdge-Technologie installiert. Die Moduloptimierer ermöglichen maximale Energieausbeute trotz komplexer Dachstruktur und unterschiedlicher Dachneigungen.Gewerbespeicher
Ergänzt wird die Anlage durch einen Gewerbespeicher mit 50 kW Leistung und 100 kWh Speicherkapazität. Dieser reduziert Lastspitzen, erhöht den Eigenverbrauch und ermöglicht die Nutzung dynamischer Stromtarife.Blockheizkraftwerk
Für die Kirche konzipierte Dannenberg Energy ein 6 kWel Blockheizkraftwerk mit 1.000 Liter Pufferspeicher. Zwei elektrische Heizstäbe übernehmen die Spitzenlastabdeckung. Das System erlaubt eine konstante, denkmalgerechte Temperierung bei kontrollierter Aufheizgeschwindigkeit.Wärmepumpe
Im Gemeindehaus wird eine 22 kW Wärmepumpe mit 1.000 Liter Pufferspeicher installiert. Neue Heizkörper sowie ein hydraulischer Abgleich sorgen für eine effiziente Wärmeverteilung und optimale Systemintegration.
Die Umsetzung erfolgt strukturiert in zwei Stufen.
Energieinfrastruktur
Stufe 1 umfasst die komplette Energieinfrastruktur: Photovoltaik, Speicher, BHKW, Wärmepumpe, elektrische Ertüchtigung sowie Modernisierung der Heizungs- und Wasserleitungen.Energetische Sanierung
Stufe 2 beinhaltet die energetische Sanierung der Gebäudehülle: Fensteraustausch, Dachsanierung, Dämmmaßnahmen sowie die vollständige Elektrosanierung.
Energiemanagement & Systemintegration
Herzstück des Projekts ist das Energiemanagementsystem SolarEdge One C&I, implementiert und parametriert durch Dannenberg Energy.
Das System vernetzt Photovoltaik, Speicher, BHKW, Wärmepumpe und elektrische Heizstäbe zu einer gemeinsamen Steuerungsebene.
Erzeugung und Verbrauch werden kontinuierlich analysiert und optimiert. Lastspitzen werden reduziert, Eigenverbrauch maximiert und dynamische Stromtarife intelligent genutzt. Dadurch entsteht ein vollständig integriertes, steuerbares Energiesystem auf Quartiersebene.

Energetische Sanierung
Herzstück des Projekts ist das Energiemanagementsystem SolarEdge One C&I, implementiert und parametriert durch Dannenberg Energy.
Das System vernetzt Photovoltaik, Speicher, BHKW, Wärmepumpe und elektrische Heizstäbe zu einer gemeinsamen Steuerungsebene.
Erzeugung und Verbrauch werden kontinuierlich analysiert und optimiert. Lastspitzen werden reduziert, Eigenverbrauch maximiert und dynamische Stromtarife intelligent genutzt. Dadurch entsteht ein vollständig integriertes, steuerbares Energiesystem auf Quartiersebene.

Besondere Herausforderungen
Die größte Herausforderung bestand in der Verbindung von Denkmalschutz, Klimaneutralität und Wirtschaftlichkeit.
Die Kirche darf nur langsam erwärmt werden. Die historische Substanz erfordert stabile Temperaturverläufe. Gleichzeitig sollte die Lösung vollständig fossilfrei sein.
Dannenberg Energy entwickelte hierfür eine hybride Systemarchitektur aus Pufferspeicher, BHKW und intelligenter Steuerung, die diese Anforderungen technisch präzise erfüllt.
Auch die Integration zweier bislang getrennt versorgter Gebäude in ein gemeinsames Quartiersmodell stellte hohe planerische Anforderungen, die durch eine systemische Gesamtbetrachtung gelöst wurden.

Ergebnis & Nutzen
Nach Umsetzung werden die CO₂-Emissionen vollständig vermieden. Die Energieversorgung basiert auf erneuerbaren Quellen und optional grünem Gas.
Das Projekt zeigt, dass auch denkmalgeschützte Gebäude klimaneutral betrieben werden können – wenn technische Planung, Förderstrategie und Systemintegration aus einer Hand erfolgen.
Die Lösung bietet:
- langfristige Kostensicherheit
- hohe Eigenverbrauchsquote
- Förderfähigkeit
- Zukunftssicherheit
- Modellcharakter für weitere kirchliche Standorte
Projektstatus
Die technische Planung durch Dannenberg Energy ist abgeschlossen.
Das Projekt wurde von der Kirchengemeinde genehmigt. Kirchliche Fördermittel sind geklärt. Förderanträge bei BAFA und Investitionsbank Berlin befinden sich in Bearbeitung.
Nach Bewilligung übernimmt Dannenberg Energy die Umsetzung als Generalunternehmer im Jahr 2026.

Fördermittel & Rahmenbedingungen
Die Konzeption wurde gezielt förderfähig entwickelt. Dannenberg Energy koordinierte die Abstimmung mit BAFA und Investitionsbank Berlin und strukturierte das Projekt entsprechend den geltenden Förderkriterien.
Durch die Kombination aus erneuerbarer Stromerzeugung, Speichertechnologie und Wärmepumpe erfüllt das Projekt die aktuellen energiepolitischen Vorgaben.

Fazit & Modellcharakter
Die Quartierslösung Friedenskirche Niederschönhausen verbindet Denkmalschutz und Klimaschutz in einem ganzheitlichen Energiesystem.
Dannenberg Energy positioniert sich mit diesem Projekt als Spezialist für komplexe Quartierslösungen im denkmalgeschützten Bestand.

Beratung anfragen
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